05./06.05.2012
Am Samstagmorgen machten sich aus Dossenheim zwei Reisegruppen mit unterschiedlichem Ziel auf dem Weg. Während Konrad Schade, Alan Erben und Philipp Discher das andere Rheinufer als Ziel hatten und in Straßburg dem Federball nachjagten, brachen insgesamt sechs weitere Spieler der TSG Richtung Württemberg zum Lurchi-Cup auf. In Kornwestheim werden Jahr für Jahr wertvolle Punkte für die baden-württembergische Rangliste vergeben. Heinz Ebert war in der S-Klasse in beiden Gruppenspielen einem Satzgewinn nahe. Es fehlte jedoch jeweils ein bisschen Fortüne und Schlagsicherheit, um etwas Zählbares mitzunehmen. Im Doppel mit Andre Straub in der A-Klasse schied Ebert – durch eine Fußverletzung gehandicapt – ebenfalls in der Vorrunde aus.
Mehr Glück auf seiner Seite hatte dagegen Benjamin Miltner. Der 23-Jährige konnte dank zweier umkämpfter Dreisatzerfolge die Gruppenphase als Erster abschließen. Im anschließenden Achtelfinale konnte er sich bei Yannick Haag für die bittere Niederlage bei der BW-Meisterschaft revanchieren. In der Runde der letzten Acht lieferte sich Miltner mit Thomas Schlossarek ein packendes Duell. Am Ende hatte der Regionalligaspieler aus Neusatz die größeren Kraftreserven und siegte im dritten Durchgang.
Julian Scheuer wurde in der A-Klasse ebenfalls Gruppensieger. Im Viertelfinale profitierte er von der Aufgabe seines Gegners Wolfgang Glück. Leider konnte Scheuer im Halbfinale nicht an die vorher gezeigten Leistungen anknüpfen und war so chancenlos. Im kleinen Finale mobilisierte er dann noch einmal seine letzten Kraftreserven und sicherte sich verdientermaßen einen tollen dritten Platz.
Ebenfalls Dritter wurde das Damendoppel Jurate Huck/Alexandra Kehler. Die beiden Damen der TSG knüpften an ihre starken Leistungen aus den Vorwochen an und spielten sich souverän ins Halbfinale. Das packende Duell gegen eine Paarung aus Herxheim ging zwar in drei engen Durchgängen verloren (21:17, 17:21, 16:21), die Leistung war jedoch mehr als ansprechend. Werner Huck erreichte in der B-Klasse mit einem Spieler aus Helmsheim das Viertelfinale. Hier wurden dem Duo dann allerdings deutlich die Grenzen aufgezeigt.
Circa 130 Kilometer weiter westlich waren Alan Erben und Konrad Schade mit hohen Erwartungen ins Turnier gestartet. In der A-Klasse (bis Regionalliga) gelang dem Duo ein souveräner Erfolg gegen ein französisches Nachwuchsdoppel. Im entscheidenden Duell mit einer Paarung des künftigen Konkurrenten in der Regionalliga Südost aus Tübingen/Metzingen zogen die beiden dann ganz knapp den Kürzeren (20:22, 18:21).
Auch im Einzelwettbewerb hatte Erben eine schwere Auslosung erwischt. Gegen den späteren Turniersieger sah der 15-Jährige lange Zeit wie der Sieger aus. Doch nach gewonnen ersten Satz und 19:18-Führung im zweiten Durchgang wollte Erben die letzten beiden Punkte erzwingen. Mit viel Risiko machte er nun viele leichte Fehler. Auch der Entscheidungssatz war ausgesprochen eng, doch am Ende musste sich der Schriesheimer seinem französischen Kontrahenten geschlagen geben (18:21).
Konrad Schade trat dagegen als Titelverteidiger in der A-Klasse an. Trotz einer schwierigen Gruppenphase mit Satzverlust zog er ins Viertel- und wenig später auch ins Halbfinale ein. Hier stand der 25-Jährige seinem Finalgegner aus dem Vorjahr gegenüber. Nach erneutem Satzverlust und Rückstand im zweiten Durchgang kämpfte sich Schade mit unbändigen Willen und dem Glück auf seiner Seite in die „Verlängerung“. Die vielen Netzroller und der große Kampfgeist zeigten Wirkung, mit 21:17 triumphierte Schade über dem entnervten Franzosen und behielt, wenn auch nur hauchdünn, erneut die Oberhand. Auch das Finale war gegen einen weiteren „Einheimischen“ Schwerstarbeit, aber mit einem 21:19 und 21:17 sicherte sich Schade erneut den Turniersieg – und ein üppiges Preisgeld obendrein.
Unweit seiner Heimatstadt Gengenbach wollte es auch Philipp Discher wissen und maß sich in der Eliteklasse (Bundesligen/meldeoffen) mit hochklassigen Akteuren unter anderem aus der Badminton-Hochburg Dänemark. Seine Gruppe beendete der 21-Jährige nach Siegen über einen dänischen Konkurrenten und einem französischen Zweitligaspieler sowie einer Niederlage gegen einen weiteren Akteur aus Skandinavien auf Rang zwei. Das Halbfinale war erreicht und hier kämpfte Discher den Franzosen Julien Fuchs in drei harten Durchgängen nieder. Im Finale traf Discher dann erneut auf den Sieger seiner Vorrundengruppe. Gegen den starken Dänen mühte sich die Dossenheimer Nummer eins mit all seinen Kräften, musste jedoch dessen Überlegenheit anerkennen. Dennoch ein tolles Erfolgserlebnis für Discher, der in den vergangenen beiden Jahren viel internationale Erfahrung sammeln konnte und auch bei den Eliteturnieren im europäischen Badminton-Circuit immer besser mithalten kann. Auch für den 15-Jährigen Erben war diese Turniererfahrung bei den Erwachsenen ein wichtiger Schritt in seiner hoffnungsvollen Entwicklung.
Und so kehrten am Sonntag dann sowohl aus dem Schwabenland als auch aus der französischen Domstadt durchweg zufriedene Gesichter aus West und Ost in die Heimat zurück. In Baden ist es halt doch am Schönsten!
21.04.2012
Nach der Mannschaftsrunde ist vor der Turniersaison: Nach diesem Motto gingen sieben Dossenheimer Spieler beim prestigeträchtigen Mannheimer Wasserturm-Pokal an den Start. Beim ersten Wertungsturnier des Jahres hatte sich Heinz Ebert in seinem ehemaligen „Wohnzimmer“ mit Konrad Schade einen starken Partner an seine Seite geholt. Der Ex-Waldhöfer zeigte sich an seiner alten Wirkungsstätte von seiner besten Seite. Mit dem Regionalligaspieler Schade gelang dank dreier Siege in der Gruppenphase der A-Klasse der souveräne Einzug ins Viertelfinale. Hier hatten Schade/Ebert gegen die Gebrüder Feldmayer aus Bad Rappenau das Glück auf ihrer Seite: Beim Stande von 20:19 in dritten Satz sorgte Ebert ganz cool mit einem unerreichbaren Netzroller für die Entscheidung. Im Halbfinale ging es erneut in den Entscheidungssatz. Hier unterlag das Duo dann aber einer Paarung des Regionalligisten der Badmintonsportfreunde Neusatz. Auch wenn beide Spieler das Turnier schon einmal gewonnen haben, waren sie mit dem erspielten dritten Rang mehr als zufrieden.
In der B-Klasse (bis Landesliga) konnten Stephanie Hahn und Steffen Leinberger ihre Gruppe als Erster abschließen. Wie im Vorjahr war dann jedoch im Viertelfinale Endstation. Trotz einer Niederlage schafften Julian Scheuer und Alexandra Kehler ebenfalls den Sprung unter die besten Acht. Von Spiel zu Spiel klappte die Abstimmung der Beiden immer besser, die Sicherheit und das Selbstvertrauen wuchsen kontinuierlich an. Zwei weitere Siege bescherten den Einzug ins Finale, in dem das Duo dann auf den Sieger ihrer eigenen Gruppe traf, die Ex-Dossenheimerin Maren Nietz mit Jens Teichelmann (Sindelfingen). Dank einer konzentrierten Leistung revanchierten sich die beiden Führungsspieler der vierten Mannschaft für die Niederlage in der ersten Turnierphase und triumphierten so im Mixed-Wettbewerb der B-Klasse. Stephanie Hahn und Alexandra Kehler spielten sich auch im Damendoppel mit starken Auftritten ins Endspiel. Doch dort unterlagen die Beiden knapp, scheiterten an der letzten Etappe der „Mission Titelverteidigung“. Dennoch gerade für Kehler, die früher ebenfalls für den ausrichtenden Verein TV Waldhof aktiv war, ein erfolgreiches Wochenende. Mit auf dem Podium der Damen stand Jurate Huck, die mit ihrer Partnerin aus Schorndorf den dritten Platz erkämpfte. Für das Herrendoppel Steffen Leinberger und Philipp Funken war bereits in der Gruppenphase Endstation.
Mit insgesamt vier Podestplätzen gehörte die TSG Dossenheim somit auch bei der 31. Auflage des Traditionsturniers in der Quadratestadt zu den erfolgreichsten Vereinen.
17./18. März 2012
Zum dritten Mal in Folge stand Silke Schneider bei den südostdeutschen Altersklassen-Meisterschaften im Einzel-Finale O40. Doch nach den Endspiel-Niederlagen 2010 in Sindelfingen und in 2011 in Regensburg reichte es auch dieses Mal nicht für den ganz großen Coup. Wie vor zwei Jahren war Elke Cramer im entscheidenden Moment etwas stärker. Nach einem relativ glatten 14:21 im ersten Satz konnte Schneider den zweiten Durchgang vollkommen ausgeglichen gestalten. Der letzte Punkt ging jedoch wieder an die Dillingerin, die sich mit 19:21 den Titel sichern konnte. „ Mehr war heute einfach nicht drin. Ich habe besser gespielt als zuletzt, vor allem mich besser bewegt. Aber um Elke heute besiegen zu können, hätte es eine geringere Fehlerquote benötigt“, analysierte die Vize-Weltmeisterin nach der Partie. Die 44-Jährige war aber durchaus zufrieden mit ihrem Auftritt, denn bereits der knappe Dreisatzerfolg (21:19 im dritten Satz) gegen Kathrin Tröger im Halbfinale war bereits eine Partie auf hohem Niveau. Und ihre Stimmung hellte sich am Sonntag noch mehr auf, als sie dann an der Seite von Cramer den Titelgewinn im Doppel feiern durfte – ihre zweite südostdeutsche Meisterschaft nach dem Mixed-Gewinn im Vorjahr. Fehlt also nur noch die Goldmedaille im Einzel…
Für Andreas Jungmann war bei seinen ersten südostdeutschen Meisterschaften drei Mal im Viertelfinale Endstation. Im Einzel O35 erwies sich Arthur Schacht vom Bayernligisten Regensburg als zu stark, im Mixed mit Silke Schneider hatten die beiden dann gegen das bayrische Duo Stötzer/Kuske knapp das Nachsehen (18:21; 18:21). Auch im Doppel mit seinem Partner aus Sachsen, Thomas Flechsig, war Jungmann den Medaillenrängen nahe, die späteren Finalisten Hutter/Sartoris aus Bayern nur knapp besser (17:21; 18:21).
Gleich drei Podestplätze konnten Friedhelm Erben und Jurate Huck ergattern. Zusammen im Mixed schalteten die beiden im Halbfinale die an Rang zwei gesetzte sächsische Paarung aus. Auch im Finale waren Erben/Huck, die gelegentlich auch das Mixed in der dritten Mannschaft der SG Dossenheim/Neckargemünd bilden, der Überraschung nahe. Nach knapp verlorenem erstem Durchgang (19:21) kämpfte sich das Duo durch ein 22:20 in den Entscheidungssatz. Hier wurden dann die Bayern Dittrich/Hütte ihrer Favoritenrolle gerecht (11:21). Für diese Niederlage konnte sich Huck im Viertelfinale des Dameneinzels gegen Hütte dann zumindest teilweise revanchieren (21:13, 21:17), ehe im Semifinale die an Eins gesetzte Sächsin Weckschmied zu stark war. Auch im Doppel belegte die 45-Jährige zusammen mit Christine Winninger (Schorndorf) einen hervorragenden dritten Rang.
SG-Trainer Erben hatte wie bereits vor einigen Wochen bei den BW-Meisterschaften gegen Gunter Bialasik (Schorndorf) keine Probleme. Im Halbfinale des Herreneinzels O45 war dann jedoch für den Schriesheimer Endstation. Zusammen mit Partner Rolf Hartbrich musste Erben nach lockerem Auftaktsieg im Halbfinale richtig kämpfen, ehe nach drei Durchgängen der Einzug ins Endspiel perfekt war. Auch hier ging es erneut in die „Verlängerung“ – und zum dritten Mal erwies sich der überragende Thomas Dittrich als zu stark.
Dank der gezeigten Leistungen haben sich Jurate Huck und Friedhelm Erben für alle drei Disziplinen für die deutschen Meisterschaften im Mai in Oberhausen qualifiziert. Auch Silke Schneider hat dort einen Platz sicher und freut sich auf die „Mission Titelverteidigung“.
Ergebnisse im Überblick:
Andreas Jungmann: 5. Platz im Einzel, Doppel und Mixed O35
Silke Schneider: 1. Platz im Doppel O40, 2. Platz im Einzel O40, 5. Platz im Mixed O35
Friedhelm Erben: 2. Platz im Mixed und Doppel, 3. Platz im Einzel O45
Jurate Huck: 2. Platz im Mixed, 3. Platz im Einzel und Doppel O45
Astrid Schneider: 5. Platz im Mixed und Dameneinzel O60
Manfred Schneider: 5. Platz im Herreneinzel O60

11./12. Februar 2012
Das „Reiseziel“: Sindelfingen – wie in jedem Jahr. Der Wettbewerb: Überbiete deine Teamkollegen im Titelsammeln. Die Herausforderung: Kehre ohne Frostbeulen und Muskelverletzungen aus der ungeheizten Halle heil zurück.
Die Ausgangslage:
Durch Verletzungen gebeutelt ist das Aufgebot der TSG Dossenheim bei den diesjährigen baden-württembergischen Altersklassen-Meisterschaften auf acht Spieler/-innen geschrumpft. Die besten Chancen im Wettstreit werden der amtierenden O35-Weltmeisterin im Mixed, Silke Schneider, eingeräumt. Auch die weiteren Titelverteidiger aus dem Vorjahr, Friedhelm Erben, Jurate Huck und Astrid Schneider, sind heiße Kandidaten.
Der Turnierverlauf:
Bereits in der ersten Disziplin, im Mixed, hagelt es förmlich Titel für die TSG-Spieler. Ganz souverän sichern sich Jurate Huck/Friedhelm Erben in der Altersklasse O45 ebenso die Meisterschaft wie Astrid und Manfred Schneider (O60). Andreas Jungmann und Silke Schneider machen es dagegen spannend: Nachdem sie bereits vier Matchbälle vergeben haben, erkämpft sich das Duo dann doch noch in der Verlängerung des dritten Durchgangs (23:21) Platz eins in der AK O35. Ebenso viele Spielpunkte vergibt Heinz Ebert an der Seite Silke Luntz (UBC Mannheim). Mit einer Verletzung im Rückenbereich kämpfend verpasst der Punktegarant der dritten Mannschaft ganz knapp das Podium (19:21 22:20 21:23).
Riesengroß ist die Freude bei Andreas Jungmann dann am Abend. Nach einer durchweg sehr konzentrierten und fast fehlerfreien Leistung wird er seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt das Herreneinzel O35. „Ich habe noch nie einen Titel gewonnen und heute dann gleich zwei auf einmal – einfach genial“, sind dem sympathischen Saarländer die Glücksgefühle nach dem Coup bei seinen ersten AK-Meisterschaften deutlich anzumerken. Wie zu erwarten war kann keine Dame Silke Schneiders Siegeszug durchbrechen. Mehr kämpfen muss dagegen Friedhelm Erben. Doch nach zwei harten Dreisatz-Duellen hat auch der Trainer der Badmintonabteilung seinen Titel verteidigt. Und auch Jurate Huck ist nach ihrem Erfolg im Dameneinzel O45 im internen Wettkampf noch aussichtsreich im Rennen. Ihr Titel trägt einer besonderen Note – hatte sie sich doch erst vor Ort spontan entschlossen, auch im Einzel an den Start zu gehen. Eine weise Entscheidung, schließlich wäre sie ansonsten in Gefahr geraten, in der eiskalten Sindelfinger Hinterweilhalle zu erfrieren.
Das Triple perfekt machten Jurate Huck und Silke Schneider dann am Sonntag. Im Finale setzen sich die Beiden in drei spannenden Sätzen durch. Manfred Schneider (2. Platz Herrendoppel O60) und Andreas Jungmann/Antal Goetter (3.Platz im HD O35) erkämpften zwei weitere Plätze auf dem Treppchen.
Analyse und Ausblick:
Jurate Huck hat es in diesem Jahr also Silke Schneider gleich gemacht und gleich alle drei Disziplinen für sich entschieden. Bei den Herren wurden ebenfalls fleißig Titel gehamstert. Hier stechen Andreas Jungmann und Friedhelm Erben mit je zwei Titeln heraus. Mit insgesamt acht Titeln und drei weitere Podestplätzen konnte die ohnehin schon erfolgreiche Bilanz aus dem Vorjahr nochmals getoppt werden. Im März findet die Titeljagd für die Hartgesottenen eine Ebene höher ihre Fortsetzung: Wer südostdeutscher Meister werden will, muss sich dann in das über 600km entfernte Zittau aufmachen.
Die Ergebnisse im Überblick:
Andreas Jungmann: AK O35: 1. Platz im Einzel und Mixed; 3. Platz im Doppel
Antal Goetter: AK O35: 3. Platz im Doppel
Silke Schneider: AK O40: 1. Platz Einzel, Doppel und Mixed
Heinz Ebert: AK O40: 4. Platz im Mixed
Jurate Huck: AK O45 (Doppel O40): 1. Platz im Doppel, Einzel und Mixed
Friedhelm Erben AK O45: 1. Platz im Einzel und Mixed
Astrid Schneider: AK O60 1.Platz im Mixed, 2. Platz im Einzel
Manfred Schneider: AK O60 1. Platz im Mixed, 2. Platz im Doppel
08./09.01.2012
Viele aktuelle Zweitligaspieler, sogar eine ehemalige Olympia-Teilnehmerin: das auch in der Breite äußert starke Teilnehmerfeld bei den südostdeutschen Meisterschaften garantierte für hochklassigen Badmintonsport von der ersten Runde an. Als Trio mit Außenseiterchancen waren Denise Walter, Konrad Schade und Philipp Discher zu nach Zizenhausen (Stockach) gereist. Für Denise Walter war zusammen mit Thomas Schlossarek (BSpfr. Neusatz) im Mixed-Wettbewerb bereits in Runde eins Endstation. Eine knappe Zweisatz-Niederlage bedeutete dass frühe Ausscheiden. Besser lief es im Damendoppel. An der Seite von Karin Kieffer gelang der Sprung ins Viertelfinale. Dort war dann jedoch eine bayrische Paarung zu stark und es blieb somit bei Rang fünf.
Konrad Schade und Philipp Discher hinterließen in der ersten Runde des Herrendoppels ebenfalls einen starken Eindruck. Im Achtelfinale warteten dann mit Michael Hauber und Benjamin Placzek zwei Doppelspezialisten des Zweitligisten Neubiberg-Ottobrunn. Gegen die späteren Meister hielten Schade/Discher in beiden Sätzen gut mit, blieben jedoch ohne echte Siegchance (16:21, 17:21).
Auch im Herreneinzel kämpften sich die beiden Dossenheimer Spitzenspieler mit souveränen Leistungen in die Runder der letzten 16. Während das Turnier für Philipp Discher gegen den sächsischen Vizemeister Stefan Adam ein äußert unglückliches Ende fand (19:21, 21:23), konnte sich Schade in einem Dreisatzduell gegen einen bayrischen Jugendspieler behaupten. Zuvor hatte er bereits den starken Schorndorfer Frederik Weil in zwei äußerst knappen Durchgängen niedergerungen. Im Viertelfinale wartete dann Florian Berchtenbreiter. Nachdem Schade in der Regionalliga-Hinrunde gegen den bayrischen Geheimfavoriten keine echte Siegchance hatte, war die Partie diesmal völlig offen. Bis kurz vor Ende des ersten Durchganges hatte der 25-Jährige die Führung inne, ehe Berchtenbreiter in der Endphase die Wende gelang (19:21). Auch der zweite Satz war hart umkämpft, am Ende hatte der Favorit aus Dillingen dann doch die Nase vorne.
Dennoch hat vor allem Mannschaftskapitän Konrad Schade sich in starker Form präsentiert und scheint seine alte Form wieder gefunden zu haben. Ebenso wie Denise Walter ist er dank seiner Leistungen auch für die Deutschen Meisterschaften im Duisburg im Februar qualifiziert, während Philipp Discher noch um seinen Startplatz zittern muss.

26./27.11.2011
Zum bereits vierzigsten Mal suchte die Badmintonszene Baden-Württembergs am vergangenen Wochenende ihre „Könige und Königinnen“. Das Jubiläumsturnier wurde in der Badminton-Hochburg Schorndorf ausgerichtet. Die Verantwortlichen des Zweitligisten sorgten an beiden Tagen für einen reibungslosen und stimmungsvollen Ablauf der Meisterschaften. Von der TSG Dossenheim gingen insgesamt neun Spieler an den Start. Überraschend schieden im Mixed-Wettbewerb die Paarungen Silke Schneider/Christian Beutel (SG Schorndorf) und Dennis Lam/Mona Fischer in der ersten Runde aus. Während Stefanie Arns mit dem Erreichen des Viertelfinals an der Seite von Thomas Schlossarek (BSpfr Neusatz) zufrieden war, hatten sich die an Position zwei gesetzten Denise Walter und Lucas Bednorsch (SG Schorndorf) mehr vorgenommen, scheiterten jedoch in drei Durchgängen.
Im Herreneinzel standen mit Philipp Discher und Konrad Schade erneut zwei Dossenheimer nach ganz starken Leistungen in den Vorrunden unter den ersten Acht. So hatten beide im Achtelfinale jeweils einen Spieler des Zweitligisten Schorndorf in drei harten Durchgängen – Discher im Duell mit Lars Boyde, Schade gegen Christian Beutel – aus dem Titelrennen geworfen. Die Dossenheimer Nummer eins Discher war dann gegen den späteren BW-Meister Rene Nichterwitz chancenlos, während sich Schade gegen den nächsten Zweitliga-Spieler ein großes Duell lieferte. Mit 20:22 musste sich der gesundheitlich immer noch leicht angeschlagene 25-Jährige dann Marco Weese im Entscheidungssatz geschlagen geben.
Auch in den Doppeln war für die TSG-Herren spätestens im Viertelfinale Endstation: Sowohl das Duo Christopher Rank/Konrad Schade als auch Dennis Lam mit Rene Nichterwitz (Neuravensburg) leisteten sich in den entscheidenden Momenten zu viele einfache Fehler und mussten sich so am Finaltag mit der Zuschauerrolle begnügen. Für Andreas Jungmann und Benjamin Miltner war bereits eine Runde zuvor Endstation, jedoch zeigten die beiden im Vergleich zu ihren vergangenen Auftritten in der Mannschaftsrunde eine stark verbesserte Doppelleistung.
Besser lief es bei den Damen: Hier hatte das Regionalliga-Doppel Stefanie Arns/Mona Fischer ebenso wie Denise Walter mit Stephanie Romen (BSpfr. Neusatz) keine Mühe, ins Halbfinale einzuziehen. Dort trafen die beiden Paarungen dann aufeinander. Es entwickelte sich in beiden Sätzen eine ausgeglichene Partie – jeweils mit dem besseren Ende für Walter/Romen. Diese wehrten sich im Finale gegen Vogelgsang/Wagner nach Bemühen, mussten jedoch – wie zahlreiche Damenduos zuvor – die Überlegenheit der beiden Ausnahmespielerinnen anerkennen. Dennoch bestätigen der Vize-Titel für Walter und auch der erneute Halbfinaleinzug von Arns/Fischer nach ihrem Überraschungserfolg im Vorjahr, dass die drei Dossenheimerinnen im Doppel zu den besten Spielerinnen im „Ländle“ gehören.
Mehr drin als „nur“ das Achtelfinale war für Silke Schneider und Mona Fischer in der Einzelkonkurrenz. Doch beide konnten in den entscheidenden Momenten nicht ihr volles Leistungspotenzial abrufen und schieden in der Runde der letzten Sechzehn aus. Stefanie Arns startete dagegen mit einem souveränen Auftaktsieg in das Turnier. Auch im Viertelfinale behielt sie wie bereits im Rundenspiel gegen Nathalie Grittner (VfB Friedrichshafen) in zwei Durchgängen die Oberhand. Somit durfte sich die gerade 23 Jahre alt gewordene Regionalligaspielerin nach dem Jahr 2009 erneut im Semifinale mit Claudia Vogelgsang messen. Doch Vogelgsang, die immer noch zur erweiterten deutschen Spitze zählt, war eine Nummer zu groß und auf dem Weg zu ihrem insgesamt achtzehnten Titel im Dameneinzel nicht zu stoppen.
Somit gingen alle Titel entweder an die Zweitligaspieler der austragenden SG Schorndorf oder an die in ausländischen Bundesligen agierenden Rene Nichterwitz und Claudia Vogelgsang. Ein Beweis für das hohe Niveau der Veranstaltung, welches vor allem im Herreneinzel – angesichts der bereits im Achtelfinale teils begeisternden Begegnungen – auch in der Breite absolut vorhanden war.
Die Sieger der 40. Baden-Württembergischen Meisterschaften im Überblick:
Herreneinzel: Rene Nichterwitz (SV Neuravensburg)
Dameneinzel: Claudia Vogelgsang (VfB Friedrichshafen)
Herrendoppel: Lukas Bednorsch/Benjamin Wahl (SG Schorndorf)
Damendoppel: Kerstin Wagner/Claudia Vogelsang (SG Schorndorf/VfB Friedrichshafen)
Mixed: Benjamin Wahl/ Kerstin Wagner (SG Schorndorf)
Wenige Wochen vor Rundenbeginn stellt der Staufenberg-Cup in Heilbronn für viele Badmintonspieler eine gute Gelegenheit dar, die Form zu überprüfen und Matchpraxis auf hohem Niveau zu erhalten. Dementsprechend war auch die 20.Auflage des Turniers in der Weinstadt wieder einmal gut besucht. In der A-Klasse (Bis Badenliga) kamen die beiden Mixed-Paarungen Stephanie Hahn/Steffen Leinberger und Susanne Menger mit Markus Fuchs (Gschwend) durch die Gruppenphase, schieden dann aber trotz guter Leistungen im Viertelfinale aus. Während Menger im Dameneinzel derselben Klasse nicht über die Vorrunde hinauskam, trumpfte Hahn in ihrer Lieblingsdisziplin groß auf und kämpfte sich bis ins Finale vor. Dort leistete sie gegen die in der Mannschaftsrunde drei Klassen höher spielende Melanie Thumfart wacker Widerstand, war jedoch erwartungsgemäß chancenlos.
Auch Steffen Leinberger mischte im Herreneinzel der B-Klasse vorne mit, verpasste jedoch mit Rang vier knapp einen Podestplatz. Dennoch macht sein Auftritt Hoffnung für die kommende Saison in der Bezirksliga. Im Damendoppel der B-Klasse ging das Duo der fünften Mannschaft, Sabrina Matthies und Maike Wunderle an den Start. Nach überstandener Gruppenphase war in einem engen 3-Satz-Match im Viertelfinale für das junge Duo Endstation. Trotzdem können die beiden mit ihrer Leistung vollauf zufrieden sein.
Ebenfalls eine sehr gute Vorstellung zeigten Susanne Menger und Jurate Huck in der A-Klasse. Das eingespielte Landesliga-Duo musste nur eine Partie abgeben: Erneut war Melanie Thumfart, diesmal im Doppelpack mit ihrer Schwester Sabrina, nicht zu schlagen. Jedoch war die Partie recht ausgeglichen und die beiden Dossenheimerinnen hatten zumindest einen Satzgewinn verdient gehabt.
Ingesamt also eine zufriedenstellende Generalprobe für die im Oktober startende Mannschaftsrunde für die sechs Starter der TSG Dossenheim.

Wenn in diesen Tagen einem kanadischen Badmintonspieler der Name Silke Schneider zu Ohren bekommt, dann könnte es vorkommen, dass diesem schnell Schweißperlen auf der Stirn stehen, sein Gesicht eine zunehmend blasse Farbe einnimmt und eine gewisse Unsicherheit in seinem Blick zu erhaschen ist. Nein, die oben erwähnte Dame hat sich während der Tage der Badminton Altersklassen-Meisterschaften im kanadischen Richmond weder auf noch neben dem Feld unflätig verhalten, sie hat einfach nur richtig starken Sport geboten – und sich so zum echten Schreck der einheimischen Spieler entwickelt: Gleich drei Titelhoffnungen der Nation mit dem Ahornblatt auf der Flagge machte Schneider auf ihrem Weg zum Mixed-Titel und Einzel-Silber zu Nichte.
Dabei startete das Turnier mit einer Ernüchterung: Im Doppel mit ihrer Partnerin Maike Mählhop war im Viertelfinale Endstation. Platz Fünf, der insgesamt Fünfte, nachdem sie bereits bei der WM 2009 im spanischen Punta Umbria sowie im vergangenen Jahr bei der EM in Dublin jeweils zwei Mal in der Runde der letzten Acht gescheitert war.
Sollte die 44-Jährige wieder knapp an der letzten Hürde vor dem Ziel, der so heiß ersehnten Medaille, scheitern? Aber noch gab es ja zwei weitere Chancen - und am darauf folgenden Tag war der „Viertelfinalfluch“ dann endgültig gebannt: Durch einen klaren Zwei-Satz-Erfolg gegen eine japanische Paarung stand die Dilsbergerin mit ihrem Partner Andre Bertko im Mixed-Halbfinale, und wenige Stunden später zog sie mit ihrem ersten Streich gegen eine Kanadierin im Einzel ebenfalls in die Vorschlussrunde ein.
Die dreifache Mutter hatte also ihr Ziel erreicht, gleich zwei Mal Edelmetall sicher und konnte nun ohne Druck frei aufspielen - und das tat sie auch!
Die Britin Elizabeth Austin beherrschte sie souverän (21:14; 21:14) und bereits zuvor musste die nächste kanadische Paarung dran glauben: Nach drei engen Durchgängen und einer hochklassigen Partie standen Schneider/Bertko im Endspiel der Altersklasse O35. Dort wartete die topgesetzte Paarung Cloutier/Loesch. Gegen die kanadisch-dänische Kombination entwickelte sich ein packender Kampf um die Goldmedaille: Beide Durchgänge gingen in die Verlängerung – jeweils mit dem besseren Ende für die deutsche Paarung. Das erste gemeinsame Turnier und dann gleich ein Weltmeistertitel – die Freude über den überraschenden Trumpf kannte bei dem neu formierten Erfolgsduo keine Grenzen. Erst durch eine Verletzung von Schneiders eigentlichem Spielpartner drei Monate vor dem großen Höhepunkt kam die Kombination spontan zu Stande. „Dass es dann auf Anhieb so gut läuft hätte ich nicht gedacht. Aber wir sind einfach von Beginn an super miteinander klargekommen, und wenn dann doch mal etwas unklar war hat eine kurze Absprache gereicht“, erklärt sie ihr Erfolgsrezept zum WM-Titel.
Dabei hatte sich Schneider nach dem enttäuschenden Aussscheiden im Damendoppel, bei dem einige Abstimmungsschwierigkeiten zu erkennen waren, noch Folgendes vorgenommen: „Ich trete nie wieder auf einem Turnier mit einem Doppelpartner an, mit dem ich vorher noch nie gespielt habe“. Wie gut, dass sie nochmal eine Ausnahme machte...
Im Einzelfinale gegen die flinke Japanerin Akiko Ueda war Schneider dann letztlich chancenlos (15:21, 15:21). „Sie hat einfach super verzögerte Schläge gespielt, ein sehr gutes Stellungsspiel gehabt und taktisch sehr clever gespielt“ zollte Schneider ihrer Gegnerin Respekt. Von Enttäuschung keine Spur, denn „dafür ist alles einfach zu gut verlaufen“, so die überglückliche doppelte Medaillengewinnerin. Den noch fehlenden Einzeltitel will das ehrgeizige „Laufwunder“ dann im Sommer 2012 bei der EM erkämpfen. Aber auch so kann Schneider auf ein überaus erfolgreiches Badmintonjahr zurückblicken: Der Einzeltitel bei den deutschen Meisterschaften, eine Gold- und Silbermedaille bei der WM und nicht zu vergessen auch die Meisterschaft in der Badenliga mit der zweiten Mannschaft der SG Dossenheim/Neckargemünd, an dem sie einen gehörigen Anteil hatte. Die in knapp einem Monat beginnende Runde in der Baden-Württemberg-Liga ist dann auch die nächste Herausforderung für die frisch gebackene Weltmeisterin, die sie nach einer verdienten Verschnaufpause sicherlich erneut in Topform angehen wird.
25./26.06.2011
Auf Discher folgt Schade: Erneut ein Dossenheimer Sieger beim Internationalen Bodenseeturnier in Stockach
Das internationale Bodensee-Turnier gehört zu den traditionsreichsten und am Besten besetzten Turnieren Baden-Württembergs. Auch dieses Jahr hatten wieder Spieler aus der Schweiz, Frankreich sowie zahlreiche Akteure der baden-württembergischen Ober-, Regional- und Zweitliga-Vereine gemeldet. Die TSG Dossenheim wurde durch Konrad Schade und Benjamin Miltner vertreten. Zusammen im Doppel gewann das Duo souverän seine Vorrundengruppe und zog so ins Viertelfinale ein. Dort mussten die beiden dann die Überlegenheit der Regionalliga-Paarung Tobias Arentz/Björn Hagemeister anerkennen.
Im Einzelwettbewerb reichten Miltner dann zwei Siege nicht, um über die Gruppe hinauszukommen: Erneut bekam er trotz guter Leistung vom 19-jährigen Hagemeister, der gerade sein Abitur auf dem Badmintoninternat in Fischbach absolviert hat, die Grenzen aufgezeigt.
Besser lief es bei Schade: An Position vier gesetzt, überstand er souverän die Gruppenphase und hatte auch im Viertelfinale gegen Manuel The vom ausrichtenden TV Zizenhausen keine Probleme. Die Vorschlussrunde gegen Stefan Grüble, immerhin mehrmaliger Sieger des Turniers, war ebenfalls eine eindeutige Angelegenheit. So kam es dann zum mit großer Spannung erwarteten Endspiel zwischen Schade und Hagemeister. Und das Duell hielt was es versprach: Die Zuschauer bekamen teilweise minutenlange Ballwechsel, packende Netzduelle und krachende Angriffsschläge aus dem Hinterfeld serviert. In der sehr temporeichen Partie konnte sich Hagemeister in beiden Durchgängen einen kleinen Punktevorsprung erarbeiten. Doch in der entscheidenden Phase konnte Schade stets noch eine kleine Schippe zulegen und spielte beinahe fehlerlos. So konnte sich der 25-Jährige am Ende knapp in 2 Sätzen durchsetzen und somit einen weiteren Turniererfolg zu seiner mittlerweile sehr illustren Titel-Sammlung hinzufügen. Somit bleibt der Titel in der Hand der TSG Dossenheim, nachdem im Vorjahr bereits Philipp Discher das Herreneinzel für sich entscheiden konnte.
Doch es sollte nicht der letzte Titel für Schade bleiben: Im Mixed-Wettbewerb ging der Diplom-Physiker mit Natalie Tropf vom Zweitligisten SG Schorndorf an den Start. Das Duo harmonierte von Beginn an prächtig und zog locker ins Finale ein. Dort geriet man gegen die Paarung Arentz/Wagner (VfB Friedrichshafen/SG Schorndorf) erstmalig in Satzrückstand. Doch im zweiten Durchgang erhöhten Schade/Tropf das Tempo. Dank des nun sehr druckvollen Angriffsspiels konnten die beiden die Sätze zwei und drei klar für sich entscheiden. Konrad Schade mit seinem zweiten und Natalie Tropf – die regelmäßig mit den Dossenheimer Regionalligaspielern trainiert - gar mit ihrem dritten Titel wurden somit endgültig zu den beiden dominierenden Figuren des Turnierwochenendes. Vor allem Schades Sieg im Herreneinzel – im gesamten Turnierverlauf blieb er dabei ohne Satzverlust – beweist seine derzeit herausragende Form und unterstreicht seine hohen Ambitionen für die kommende Saison.
Alle guten Dinge sind drei – nachdem sie mit den Rängen zwei (2009) und drei (2010) in den beiden Vorjahren noch knapp gescheitert war, ist Silke Schneiders Traum am vergangenen Wochenende in Worms in Erfüllung gegangen: Sie ist die neue deutsche Meisterin in der Altersklasse O40!
Bereits in den ersten Partien kristallisierte sich schnell heraus, dass die 44-Jährige einen „Sahnetag“ erwischt hatte. Die WM-Fünfte merkte schnell: Das Schlaggefühl stimmt, die Fitness war da, sie ahnte: Das könnte ihr Tag werden. Keinesfalls schwache Gegner dominierte sie beinahe nach Belieben und spielte sich souverän ins Halbfinale. Vergessen war die eher durchwachsene Vorbereitung, in der Schneider wegen einer hartnäckigen Armverletzung des Öfteren pausieren musste. Das Semifinale war dann der Schlüssel zum Titel: Mit der Topfavoritin Kerstin Wenk (Solingen, NRW) entwickelte sich ein packender, hochklassiger Dreisatz-Krimi: Nach über einer Stunde voller Spannung
und nicht enden wollender Ballwechsel durfte letztendlich die Außenseiterin Schneider unter dem Applaus der ganzen Halle ihren Finaleinzug feiern - allerdings nicht allzu lange, denn bereits eine Stunde später begann das Endspiel.
Noch einmal gelang es Schneider, sich voll und ganz auf die Hatz nach dem federnen Spielgerät zu konzentrieren, ihr Spiel durchzuziehen. Die schier unerträgliche Hitze, ein Sauerstoffgehalt nahe Null und das hektische Treiben der anderen Sportler auf den fünfzehn weiteren Courts in der riesigen Halle des Bildungszentrums Worms – nichts konnte die Dilsbergerin an diesem Tag aus der Ruhe bringen. „Man hätte neben mir auch eine Baustelle aufmachen können“ scherzte Schneider, selbst über ihre stoische Ruhe auf dem Spielfeld erstaunt. Ihren „Tunnelblick“ behielt die dreifache Mutter auch im Finale bei, das sich ebenfalls zu einem hochklassigen Spiel mit engem Verlauf und zahlreichen Führungswechseln entwickelte. „Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass ich verlieren könnte“ verriet Schneider nach ihrem knappen Zweisatz-Erfolg (21:19, 21:20). Hier machten sich die vielen Lauf- und Schlagsicherheitsübungen der letzten Wochen bezahlt: Trotz des harten Halbfinalspiels zuvor erlief sie fast jeden Ball und konnte ihre Fehlerquote weiter gering halten. Der nationale Titel ist sicher einer der absoluten Höhepunkte in ihrer langen und erfolgreichen Karriere.
Nicht ganz so erfolgreich lief es in den Folgetagen dann in den Doppeldisziplinen: Mit ihrem Ersatzpartner Toni Poyatos stimmte die Abstimmung auf dem Feld nicht, sodass für die beiden bereits in der ersten Runde Schluss war. An der Seite von Elke Cramer gelang Schneider im Damendoppel der Einzug ins Viertelfinale, in dem die Paarung sich dann aber in zwei Durchgängen geschlagen geben musste.
Friedhelm Erben zeigte bei seinen ersten deutschen Altersklassenmeisterschaften ebenfalls eine sehr gute Leistung. Nach souveränem Auftaktsieg musste sich der Schriesheimer im Achtelfinale dem späteren Sieger Bernd Schwitzgebel geschlagen geben, zeigte aber eine starke Partie. Im Herren-Doppel O45 mit Rolf Hartbricht stand Erben bereits mit einem Bein im Viertelfinale, jedoch gab das Duo nach gewonnenem ersten und Führung im zweiten Satz
die Partie doch noch aus der Hand.
In der Altersklasse O60 gingen mit Gerhard Schinko und Astrid Schneider zwei weitere Spieler der SG Dossenheim/Neckargemünd an den Start. Zusammen im Mixed war für das Duo trotz einer guten Leistung im Achtelfinale ebenso Endstation wie für Schinko im Herrendoppel derselben Altersklasse. Astrid Schneider musste sich dann im Dameneinzel und Damendoppel jeweils mit dem Viertelfinale zufrieden geben. Dieses erreichte auch überraschend Schinko im Herreneinzel nach einem Erfolg gegen einen gesetzten Spieler. Der Sprung in die Medaillenränge blieb ihm dann aber nach einer knappen Niederlage verwehrt.
Insgesamt können alle vier Spieler der TSG Dossenheim mit ihrem Abschneiden zufrieden sein, wobei die Meisterschaft von Silke Schneider sicherlich das absolute sportliche Highlight des Sommers für die gesamte Abteilung darstellt.
14./15.05.2011
Dass die Mission „Titelverteidigung“ für Stefanie Arns alles andere als einfach werden würde, war spätestens nach der Auslosung klar. Denn vor allem das Startfeld der Damen-Konkurrenz in der S-Klasse (meldeoffen) konnte sich beim traditionsreichen BWBV-Wertungsturnier sehen lassen und war vor allem auch in der Breite sehr stark besetzt. So hatte Arns bereits in ihrer Vorrundengruppe mächtig zu kämpfen, erreichte aber dennoch das Viertelfinale. Dort traf sie auf die Ungarin Sarolta Varga, die ihrerseits bereits Arns Teamkollegin Silke Schneider aus dem Turnier gekegelt hatte. Doch anders als beim letzten Aufeinandertreffen der beiden in der Rückrunde der Regionalligasaison, als Arns noch knapp in drei Sätzen die Oberhand behalten hatte, war die Lurchi-Cup Siegerin aus dem Vorjahr gegen das kraftvolle Spiel der Ungarin diesmal ohne Chance. Am Folgetag musste die 22-Jährige an der Seite von Mona Fischer dann gesundheitsbedingt im Viertelfinale der Doppel-Konkurrenz aufgeben. Schneider erreichte dagegen mit Varga einen sehr guten dritten Platz. Mona Fischer im Einzel, Andreas Jungmann und Benjamin Miltner im Einzel und gemeinsam im Doppel sowie Denise Walter im Mixed und Doppel kamen trotz guter Leistungen nicht über die Gruppenphase bzw. das Viertelfinale (2x Walter) hinaus.
In der A-Klasse (bis Verbandsliga) qualifizierte sich Susanne Menger für das Halbfinale, in dem sie sich hauchdünn der späteren Siegerin geschlagen geben musste. Sie sicherte sich jedoch sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Jurate Huck den dritten Rang. Neben den beiden Damen standen mit Alexandra Kehler und Stephanie Hahn auf Platz zwei ein weiteres Duo der SG Dossenheim/Neckargemund auf dem Treppchen. In derselben Spielklasse musste sich das Duo Steffen Leinberger/Armin Faul im Viertelfinale knapp im Entscheidungssatz geschlagen geben.
So fuhr die TSG Dossenheim einige gute Platzierungen ein, blieb in Abwesenheit seiner Spitzenspieler auf der Herrenseite (Konrad Schade, Felix Roos, Philipp Discher) jedoch diesmal ohne Titel.
16.04.2011
Bereits zum 30. Mal fand in Mannheim der Wasserturmpokal, das erste Wertungsturnier des Jahres in Baden-Württemberg, statt. Die TSG Dossenheim schickte in allen Leistungsklassen eine Menge Paarungen in die Doppel- und Mixed-Wettbewerbe. In der C-Klasse waren die beiden jungen Damen Maike Wunderle und Sabrina Mathies nicht zu bezwingen. Sie hielten die gesamte Konkurrenz in je 2 Sätzen in Schach und konnten sich so über ihren ersten gemeinsamen Titel bei den Aktiven freuen. Im Mixed erreichte Maike mit Werner Huck das Achtelfinale, während Sabrina dort eine Klasse höher an den Start ging. Für sie war mit ihrem Partner aus Schwetzingen im Achtelfinale gegen die Teamkollegen Stephanie Hahn und Steffen Leinberger ebenso Endstation wie für das Duo Jurate Huck/ Armin Faul. Hahn/Leinberger schieden dann eine Runde später knapp in drei Sätzen aus.
Im Damendoppel schafften dagegen die Paarungen Jurate Huck mit Susanne Menger und Stephanie Hahn mit Alexandra Kehler den Sprung ins Halbfinale. Während sich Huck/Menger mir Rang drei zufrieden geben mussten, waren Hahn/Kehler nicht zu schlagen und sicherten so den zweiten Dossenheimer Turniersieg. Das Herrendoppel Matthias Haseleu mit Julian Scheuer musste sich im Viertelfinale der starken Konkurrenz beugen.
In der A-Klasse machten die beiden Zweitligaspieler Christian Beutel und Kerstin Wagner die Titelhoffnungen der Dossenheimer Paarungen zunichte. Die beiden starken Schorndorfer sicherten sich zusammen im Mixed und jeweils mit Partnern vom Regionalligisten Neusatz souverän die Titel. In allen drei Disziplinen standen ihnen dabei Gegner aus Dossenheim im Finale gegenüber. Doch weder dem Regionalliga-Doppel Mona Fischer/Stefanie Arns bei den Damen, noch Konrad Schade/Felix Roos bei den Herren und auch nicht der gemischten Paarung Roos/Arns gelang es trotz teils enger Spielverläufe, die Schwaben zu besiegen. Dennoch waren alle mit ihren Ergebnissen und gezeigten Leistungen zufrieden, schließlich hatte man auf dem Weg ins Finale einige hochklassige Gegner aus dem Turnier gekegelt. Das Mixed Schade/Fischer hatte indes im Viertelfinale im „internen Duell“ gegen Roos/Arns das Nachsehen.
Mit den beiden Turniersiegen und vier weiteren Podestplätzen war die TSG Dossenheim der erfolgreichste Verein beim Traditionsturnier in der Quadratestadt – ein weiteres Highlight also nach dem überaus erfolgreichen Saisonende der Mannschaftsrunde.
19./20. März 2011
Philipp Discher spult momentan ein gewaltiges Pensum ab: Nach den letzten beiden Heimspielen in der Regionalliga am vergangenen Wochenende versuchte sich der 20-Jährige unter der Woche in der Qualifikation zu den Swiss Open, einem der bedeutendsten Badminton-Turniere überhaupt, ehe nun ein Gastspiel in Regensburg auf dem Plan stand. Dort trafen die besten Nachwuchsspieler der Jahrgänge 89 und jünger aus Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg zusammen, um ihre Besten zu ermitteln.
Der an Position drei gesetzte Discher spazierte ohne Mühe durch die ersten Runden, dominierte seine Gegner aus Bayern und Sachsen und konnte so wertvolle Kräfte sparen. Im Halbfinale kam es dann zum mit Spannung erwarteten Duell mit Patrick Beier. in der Vorwoche beim Rundenspiel behielt der Münchner noch in zwei Durchgängen die Oberhand, diesmal ging es in den Entscheidungssatz. Dort schienen Beier, der bereits eine Runde zuvor über die volle Distanz gehen musste, die Kräfte auszugehen, während Discher dank seiner in den letzten Wochen gesammelten Wettkampfhärte das Tempo nochmals erhöhen konnte. Mit 21:12 setzte sich Discher durch und zog so verdient ins Endspiel ein, wo Turnierfavorit Lucas Bednorsch wartete. In einem packenden Match verlangte die Dossenheimer Nummer eins dem Vorjahressieger vor allem im ersten Satz (21:23) alles ab, konnte letztlich dessen erfolgreiche Titelverteidigung jedoch nicht verhindern. Dennoch ist auch der Vize-Titel für Philipp ein Riesen-Erfolg und vielleicht reicht es ja im nächsten Jahr zum Sprung auf das oberste Treppchen - denn Bednorsch wird aus Altersgründen seinen Titel nicht ein weiteres Mal verteidigen dürfen.
19./20. März 2011
Gold im Mixed, Silber im Einzel und Bronze im Doppel-Wettbewerb: Silke Schneider kehrte mit einem kompletten Medaillensatz von den Südostdeutschen Altersklassen-Meisterhaften zurück. In Regenburg war sie mit ihrem neuen Partner Eric Patz vom TSV Neuhausen-Nymphenburg nicht zu schlagen. Die neu formierte Paarung lies sich von der gesamten Konkurrenz nicht einmal einen Satz abnehmen und holte sich so souverän den Titel. Auch mit ihrer langjährigen Partnerin Elke Cramer gelang der Sprung aufs Podest. Im Damendoppel O40 erwies sich jedoch die Paarung Dietz/Vonmetz als zu stark. Schneider und ihre Mitspielerin aus Dillingen unterliefen in der Halbfinal-Begegnung einfach zu viele Fehler, sodass sich beide am Ende mit Rang drei zufrieden geben mussten.
Im Einzel-Wettbewerb gelang es Schneider wiederum, die befreundete Vonmetz im Semifinale aus dem Turnier zu kegeln. Im Endspiel gegen Marika Werner schien der Dilsbergerin nach verlorenem ersten Satz in Durchgang zwei die Wende gelungen zu sein. Nach einem deutlichen 21:5 sprach alles für Schneider, doch ihre sächsische Kontrahentin kämpfte sich noch einmal zurück in die Partie und hatte das glücklichere Ende: 18:21 musste sich die 43-Jährige in dem von vielen knappen Entscheidungen geprägten dritten Durchgang geschlagen geben. Trotz der großen Enttäuschung direkt nach der Partie zeigte sich Schneider mit ihrem Turnier-Abschneiden insgesamt "sehr zufrieden, vor allem in Anbetracht meiner Armverletzung in der Vorbereitung. Die fehlende Spielpraxis hat wohl in den entscheidenden Momenten den Ausschlag gegen mich gegeben. Aber ich bin vor allem glücklich, wieder schmerzfrei spielen zu können. In Worms greife ich wieder voll an", blickt Schneider bereits auf die im Juni in der Nibelungenstadt ausgetragenen Deutschen Meisterschaften voraus.
Dort wird auch Friedhelm Erben an den Start gehen. Mit seinem Partner Rolf Hartbrich gelang ihm im Herrendoppel O45 der Sprung ins Halbfinale und damit auch die Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe. Auch im Semifinale sah es nach gewonnen erstem Durchgang gut aus, doch am Ende erwies sich die sächsische Paarung Wippich/Stegert als zu stark.
Im Einzel hatte Erben Lospech und traf nach gewonnenem Auftaktspiel bereits im Viertelfinale auf den an Nummer eins gesetzten Thomas Dittrich. Der Bayer wurde auch seiner Favoritenrolle gerecht und konnte von Erben nicht auf dem Weg zum Titel gestoppt werden. Der Schriesheimer zeigte jedoch auch hier eine sehr gute Leistung und nahm Dittrich im gesamten Turnierverlauf die meisten Punkte (21-17 21-16) ab.
12./13. Februar 2011
Insgesamt 11 Spieler und Spielerinnen unterschiedlichster Altersklassen, jede Menge Spaß und noch mehr Erfolg: So oder so ähnlich könnte man die baden-württembergischen Altersklassen-Meisterschaften aus Sicht der TSG Dossenheim zusammenfassen. Mit rekordverdächtigen 15 Podestplätzen - darunter 6 Titeln - im Gepäck kehrte die "Reisegruppe" besten gelaunt am Sonntagnachmittag aus Sindelfingen zurück.
Zu den erfolgreichsten Teilnehmern gehörte dabei Silke Schneider, die ihre Titel im Dameneinzel und im Doppel der Altersklasse O40 an der Seite von Jurate Huck verteidigen konnte und im Mixed mit Mannschaftskollege Friedhelm Erben nur knapp das Triple verpasste. Erben belegte mit Klaus-Dieter Haas ein weiteres Mal Rang zwei und holte sich dazu eine Altersklasse höher ungefährdet den Titel im Einzel. Gleich zwei Mal ganz oben stand Astrid Schneider in der Altersklasse O60 im Einzel und Mixed-Wettbewerb und wurde zudem Vizemeisterin im Doppel. In derselben Altersstufe reichte es für Gerhard Schinko zu einer Meisterschaft (Doppel) und einem Vize-Titel (Einzel).
Gleich in allen drei Wettbewerben der AK O35 - im Doppel mit Armin Faul und im Mixed mit Stephanie Hahn - stand Steffen Leinberger auf Rang drei. Viele tolle Ergebnisse also, die bei den südostdeutschen Titelkämpfen Mitte März in Regensburg möglichst zahlreich wiederholt werden sollen.
Die Ergebnisse im Überblick:
Armin Faul: Altersklasse O35: 3. Platz im Doppel
Stephanie Hahn AK O35: 2. Platz im Einzel, 3. Platz im Mixed
Steffen Leinberger AK O35 3. Platz im Einzel, Doppel und Mixed
Silke Schneider: AK O40: 1. Platz Einzel und Doppel, 2. Platz im Mixed
Jurate Huck: AK O40 1. Platz im Doppel und 3. Platz im Einzel
Werner Huck: AK O40 5. Platz im Doppel
Klaus-Dieter Haas AK O40 2. Platz im Doppel
Friedhelm Erben AK O45 (Einzel)/40: 1. Platz im Einzel, 2. Platz im Doppel und Mixed
Astrid Schneider: AK O60 1. Platz im Einzel und Mixed, 2. Platz im Doppel
Manfred Schneider: AK O60 1. Platz im Mixed
Gerhard Schinko: AK O60 2. Platz im Einzel; 1. Rang im Doppel